7er-Frauen gewinnen gegen den Tabellenführer

Mit nur sieben Spielerinnen und somit ohne Wechseloption mussten unsere 7er-Frauen am Sonntag gegen den ungeschlagenen Tabellenführer FC Altona 93 antreten. Die Gäste waren mit kompletter Truppe nebst Fans angereist. Eine denkbar schlechte Ausgangslage für unser 7er-Team. Dazu war es noch bitter kalt. Aber es war ein großartiges Spiel. Gleich zu Beginn konnte unser Team eine gut herausgespielte Torchance zur 1:0-Führung nutzen. Anja Lassen setzte sich auf der rechten Seite durch, legte quer vor das Tor und Julia Jurkowlaniec schob den Ball ins leere Tor. Unsere Gäste waren mittelmäßig verdutzt, denn so hatten sie sich den Start sicherlich nicht vorgestellt. Fortan drehte Altona mächtig auf und brachte den HSV mit schnellen Angriffsspielerinnen ziemlich unter Druck. Unser Team hatte arge Probleme gegenzuhalten und musste dann kurz hintereinander zwei Gegentreffer hinnehmen. Dennoch kamen unsere 7er-Frauen auch noch zu guten Torchancen, die aber leider zu leichtfertig vergeben wurden. Zur Halbzeit stand es somit 1:2 gegen den HSV und viele gingen davon aus, dass die Niederlage des HSV damit besiegelt war. In der Tat waren die HSVerinnen in der Halbzeit auch alle ziemlich platt und hatten echt Bedenken, nun komplett unter die Räder zu kommen.

Aber der Wille sich nicht unterkriegen zu lassen war da. Unser Team ging konzentriert zur Sache. Hinten wurde gut verteidigt und es gelang dem HSV, dann immer wieder schnell nach vorne zu spielen. Lassen oder Jurkowlaniec wurden dann in Szene gesetzt. Während Altona nach vorne nun nur noch wenig gelang, nutzte der HSV zwei Torchancen und drehte das Spiel durch Tore von erneut Lassen und Nina Gruf. Obwohl es nach vorne gut lief, entschied sich der HSV, Lassen zurückzuziehen, um die Verteidigung weiter zu stabilisieren. Und dieser taktische Zug ging auf. Die Gäste kamen nun kaum noch gefährlich vor das HSV-Tor und unser Team spielte immer wieder aus der Verteidigung schnell nach vorne. Ein Freistoß, den Lassen direkt verwandelte, entschied dann letztlich das Spiel endgültig. Altona schien komplett bedient, unser Team jubelte.

Brigitte Hein: „Es war wirklich eine großartige Leistung von uns. Eigentlich waren wir spielerisch komplett unterlegen, aber wir haben einfach taktisch schlauer agiert.“

Der HSV spielte mit U. Gruf – Gencol, L. Gruf, Hein – Lassen, Jurkowlaniec, N. Gruf.

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