Punktgewinn für die U15

In der C-Mädchen-Verbandsliga kam es gestern zum Hamburger Derby – unsere U15 reiste zum FC St. Pauli ans Millerntor. Der Gastgeber ging verlustpunktfrei ins Spiel, unsere Mädels starteten mit einem Sieg und einer Niederlage in die Punktrunde. Das Spiel begann denkbar schlecht für unsere Rothosen: Nach ca. 90 Sekunden fand ein Freistoß aus ca. 40m den Weg ins Tor und wir brauchten eine Weile, um diesen Schreck zu verdauen, der FCSP drückte uns in unsere Hälfte, ohne jedoch weiteres Kapital daraus zu schlagen.

Nach einer Viertelstunde fanden auch wir ins Spiel – sorgten durch viel Lauf- und Zweikampfbereitschaft für Entlastung und nahmen das Spiel dann auch mehr und mehr in die Hand. Bis zur Pause sollten aber keine weiteren Treffer fallen.

Die zweiten 35 Minuten sollten dann noch richtig packend werden: Die Mannschaft von Florian Beug und Kim Falter zeigte sofort deutlich, dass sie nicht gewillt war, punktlos zu bleiben, und erarbeitete sich durch Jasmina Ivanovic und Isabelle Said schnell zwei erste Gelegenheiten zum Ausgleich. Dieser sollte – mithilfe des Schiedsrichters – dann auch fallen: Ein vermeintliches Foul an Ivanovic wurde vom Unparteiischen mit Elfmeter geahndet, diesen verwandelte Emily Schöllknecht zum völlig verdienten Ausgleich.

Die tolle Kulisse von 60 – 70 Zuschauern sorgten in der Folge dafür, dass das Spiel einen echten Derby-Charakter annahm. Das Spiel ging hin und her, es gab viele intensive Zweikämpfe, die sogar in einen – völlig überzogenen – Platzverweis einer Kiezkickerin mündete. Zwei Minuten vor dem Ende war es Lina Friedrich, die in ihrer unnachahmlichen Art und Weise auf der linken Seite an zwei Gegnern vorbeijagte, ehe sie den Ball quer auf die mitgelaufene Jasmina Ivanovic legte, die nur noch einschieben brauchte. Riesenjubel in unserem Lager (und vor der Fotolinse) – waren doch nur noch zwei Minuten auf der Uhr.

Es sollte jedoch noch eine weitere Fehlentscheidung des Schiedsrichters geben und da die Dinge sich ja meistens ausgleichen, diesmal zu unseren Ungunsten: Aus einem Einwurf für die Gastgeber machte er eine Ecke – diese führte zum 2:2-Ausgleich in der Nachspielzeit.

Auch wenn erst die Enttäuschung überwog, sollte unseren Mädels nach der tosenden Verabschiedung durch den mitgereisten Anhang klargeworden sein, dass sie eine Riesenleistung abgeliefert und einen Punkt gewonnen hatten.

Das Fazit von Coach Florian Beug: „Larissa Mühlhaus ist uns ja nicht unbekannt. Leider konnten wir sie erst in Hälfte 2 weitestgehend ausschalten. Insgesamt hatten wir mit einer solchen Leistungssteigerung zum Rahlstedt-Spiel nicht unbedingt gerechnet. Die Mädels haben 70 Minuten alles reingeworfen, haben sich gewehrt und sind an und über ihre Grenzen gegangen. Sie dürfen definitiv glücklich sein, mit dem, was sie heute abgeliefert haben und sollten vor allem erkannt haben, was man mit Willen und Einstellung erreichen kann. Ich hätte es ihnen gegönnt, wenn sie sich mit drei Punkten belohnt hätten. Die Art und Weise wie wir dieses Remis geholt haben, wird sie spätestens morgen aber auch zufriedenstellen.“

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