Tolle Aufholjagd der 1. Frauen – Comeback für Rickert

Unsere 1. Frauen mussten am Sonntagnachmittag bei eisigem Wind beim Meisterschaftsfavoriten Nr. 1, dem TSC Wellingsbüttel, antreten. Bei uns fehlten 10 Spielerinnen aufgrund von Schulferien, Verletzungen, Erkrankungen, etc. Folgerichtig gab es drei Wechseloptionen. Das hat man in dieser Saison schon schlechter erlebt. Die Mannschaft von Welle, auch nicht frei von Verletzungssorgen, hat bisher keine Oberligapartie verloren und nur gegen den FC Union Tornesch zwei Punkte gelassen. Im Hinspiel waren unsere Frauen mit 1:2 unterlegen. Allerdings hat unsere Erste seit dieser Niederlage selbst keine Partie verloren und – begünstigt von mehreren Spielausfällen des TSC – Platz 1 der Tabelle erobert. Dem TSC hätte ein Sieg gegen unsere 1. Frauen gereicht, um sich wieder auf Platz 1 zu schieben.

Und es schien, als sollte unserem heutigen Gegner dieses auch gelingen. Die Startformation konnte sich trotz der Ausfälle sehen lassen, kam allerdings nicht so richtig in Tritt. Ganz anders der TSC Wellingsbüttel. Dieser übernahm schnell das Kommando und erspielte sich mehrere Torgelegenheiten. Nach 19 Minuten stand Lina Appel goldrichtig und traf zum 0:1.

Die Gastgeberinnen setzen nach und kam durch Birthe Bröcker (29.) und Carina Wolfgramm (30.) zu einem Doppelschlag. Unser Team konterte dreimal gut, doch ein echter Torschuss blieb aus. Die bittere Erkenntnis: Das Ergebnis zur Halbzeit ging in Ordnung.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit tauschte Christian Kroll auf zwei Positionen. Yuliana Lasso Pena kam für die Offensive und Mathilda Weisser sollte die Defensive stärken. Aus der Partie gingen Kristin Witte und die angeschlagene Markella Koskeridou. In neuer Formation und nun mit dem starken Wind im Rücken, zeigte sich unser Team wie verwandelt. Gleich in der ersten Minute der neuen Halbzeit tauchte Lasso Pena allein vor Torhüterin Jennifer Köhnsen auf, die jedoch parieren konnte. Diese musste kurz darauf auch bei einem Schuss von Victoria Schulz retten. Solche Aktionen unserer Mannschaft hatte es im ersten Durchgang gar nicht zu sehen gegeben.

Das erste HSV-Tor erzielte dann Franciska Struckmeyer. Zuvor hatte sich Lasso Pena durchgespielt und dann mit Übersicht quer gepasst.

Wellingsbüttel reagierte auf diese Angriffswelle und brachte für Carina Wolfgramm Jana Steen in die Partie. Schon zur Halbzeit war Birthe Bröcker Lisa Cannon gewichen.

Der TSC stabilisierte sich nun wieder und kam selbst zu Torgelegenheiten. Erst vergab Cannon, dann hielt Lela Naward mehrfach glänzend gegen Patrizia Wiebke. Obwohl noch mit zwei Toren im Rückstand, gab es für den HSV nun erfreuliche Nachrichten. Die im Januar 2017 am Kreuzband verletzte Manja Rickert kam erstmals seitdem in der 72. Minute in ein Pflichtspiel. Sie ersetzte Struckmeyer im defensiven Mittelfeld.

Drei Minuten später ertönte der Strafstoßpfiff. Kimberly Zietz, mit dem Rücken zum Tor, war von hinten attackiert worden und zu Boden gegangen. Für Schiedsrichter Mroch Anlass genug auf den Punkt zu zeigen. Der erste Versuch von Schulz wurde wiederholt, da Spielerinnen zu früh in den Strafraum hineingelaufen waren. Der zweite Versuch klappte dann regelkonform und endete mit dem 3:2-Tor durch Schulz.

Wellingsbüttel kam durch Nadine Odzakovic zu zwei Torschüssen, die der HSV jedoch abwehren konnte. Nach einem in der Schlussminute von Schulz getretenen Eckball, bei dem Torhüterin Naward mit im Strafraum für Unruhe sorgte und Lukne Gräßler verlängerte, stieg am langen Pfosten Lasso Pena zum Kopfball hoch und beförderte das Spielgerät zum von unserem Team umjubelten 3:3-Ausgleich ins Tor.

In der Nachspielzeit galt es dann noch einen von der für Lina Kunrath eingewechselten Jana Bothmann getretenen Freistoß zu überstehen, danach jubelten unsere Spielerinnen über die gelungene Aufholjagd und den doch noch erreichten Punktgewinn. Zumindest bis 31.03. wurde die Tabellenführung somit verteidigt, auch wenn allen klar ist, dass aufgrund der Nachholspiele, der TSC Wellingsbüttel wohl noch an unserem Team wird vorbeiziehen können. Am Donnerstag um 19:30 Uhr folgt im Oddset-Pokal das Heimspiel gegen den Tabellenführer der Regionalliga Nord, den Bramfelder SV.

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