U17 chancenlos im stürmischen Magdeburg

Wie schon im Frühjahr bei unserem letzten Besuch in Magdeburg war es auch diesmal extrem windig im Heinrich-Gerber-Stadion. Folglich wurde – wie sonst eher unüblich – schon bei der Seitenwahl mitgezittert. Der Gastgeber gewann diese und begann mit dem Wind im Rücken sehr offensiv und hätte bereits nach handgestoppten 12 Sekunden in Führung gehen müssen. Wer glaubte, dies sei ein Fingerzeig auf die ersten 40 Minuten, sah sich vollkommen bestätigt.

Es spielte nur der MFFC – zweikampfstärker, bissiger, zielstrebiger. Dass es lediglich Nina Räcke und Fenja Popp in Halbzeit 1 fertigbrachten, den Ball in unserem Kasten unterzubringen, war weniger unserer Defensivleistung als dem fehlenden Glück der Magdeburgerinnen geschuldet. Die wenigen – an einer Hand zählbaren Entlastungsangriffe – endeten fast immer bei überhasteten Abschlüssen aus 30m. Bei starkem Gegenwind nicht das allerbeste Rezept.

Die Hoffnung der HSV-Mädels auf eine einfachere zweite Halbzeit durch Rückenwind, machten die Gastgeber schnell zunichte. Schnell wurde klar, dass er weiter die deutlich bessere Mannschaft war an diesem Tag. Wenn auch nicht mehr ganz so erdrückend, spielte der MFFC seinen Stiefel runter und erhöhte in Minute 63 durch Tabea Alsleben auf 3:0. Im Anschluss daran überließ man uns die optische Überlegenheit, ohne jedoch wirklich in Gefahr zu geraten. Es blieb beim mehr als verdienten 3:0.

Florian Beug: „Nur weil der MFFC bisher lediglich sechs Punkte hatte, überrascht mich das Ergebnis dennoch nicht. Wir sind noch lange nicht soweit, diesen Gegnern wirklich Paroli bieten zu können. Das ist heute sehr deutlich geworden. Wir machen seit dem Auswärtsspiel in Potsdam sehr viele Dinge falsch, auch im Training. Einige der Mädels sind mit guten Spielen wie bei Turbine vielleicht schon zufrieden und nehmen dann Gänge raus. Mit Leistungen wie gegen Hohen Neuendorf und jetzt in Magdeburg holen wir nicht mehr viele Punkte und müssen froh sein, dass wir schon sechs haben.“

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