U17 verliert Derby – 0:5-Niederlage beim SV Werder

Unsere Bundesliga-Mädels hängen weiter im Tabellenkeller der Bundesliga fest: Beim SV Werder Bremen setzte es eine am Ende deutlich zu hohe 0:5-Pleite. Die U17 begann kompakt und tief, überließ dem Gegner das Spiel und wartete auf Kontersituation – und sie machte das alles eine Halbzeit lang sehr gut. Den Gastgebern fiel außer Fernschüssen wenig bis gar nichts ein, um das Tor von Aushilfs-Torfrau Aryanna Naward in Verlegenheit zu bringen.

Dass Konterchancen nicht sauber und konsequent zu Ende gespielt werden, ist inzwischen nichts Neues mehr und stand auch diesmal einer möglichen eigenen Führung im Weg. Der Gedanke, mit einem 0:0 in die Pause gehen zu können, schien dann kurz vor selbiger einige zu lähmen: Eine Bremer Ecke segelte durch den Strafraum, als Abnehmer standen nur Grün-Weiße bereit und nutzten dies zur 1:0-Pausenführung. Bei Weitem nicht das erste Gegentor nach Standards.

Das Gefühl, trotz des Rückstandes etwas Zählbares mitnehmen zu können, verflog dann schnell: Die Unparteiische sah – zu Recht – eine Notbremse, war jedoch unsicher, wer das Foul beging und so darauf angewiesen, dass Nina Protzen dieses schließlich fair zugab. Als Folge musste sie den Platz verlassen. Sie wird für das kommende Spiel gesperrt sein. Der daraus resultierende Freistoß brachte das 2:0 und die Vorentscheidung. Die Tatsache, dass man sich am Ende noch weitere drei Tore einschenken ließ, wurde dem Spielverlauf nicht wirklich gerecht, steht aber etwas sinnbildlich für die Situation der letzten Wochen.

Florian Beug: „Wir haben eine wirklich gute erste Halbzeit gespielt. Der Gegner wusste – wie schon im Hinspiel – gar nicht, wie er agieren sollte. Die Mädels müssen sich aber wieder mal fragen lassen, warum wir bei Ecken so verteidigen oder eben nicht verteidigen. Das ist ärgerlich, weil unnötig und macht eine gute Halbzeit zunichte. Ohne dieses Tor und die Unterzahl wäre am Samstag wirklich etwas drin gewesen, so stehen wir aber wieder mal mit leeren Händen da. Uns fehlt in vielen Situation die Cleverness. Die Moral der Mädels war großartig, es hat sich niemand hängen lassen, alle haben 80 Minuten gekämpft. Das können und werden wir mitnehmen.“

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.